Für Unternehmen, Auszubildende, Fach- und Führungskräfte

Im Rahmen des InnoVET KI B³ Projektes werden drei neue hoheitliche Bildungsabschlüsse zu Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen entwickelt und am Markt etabliert. Diese sind modular aufgebaut und teilen sich in drei Niveau-Stufen auf.

IHK Reutlingen, Tübingen und ZollernalbQuelle: IHK Reutlingen - KI B³

Für Unternehmen

IHK Reutlingen, Tübingen und ZollernalbQuelle: Nadya_Art/shutterstock.com

Das Thema Fachkräftemangel ist in allen Branchen vorzufinden. Um dem frühzeitig entgegenzuwirken entwickelt das InnoVET-Projekt KI B³ geprüfte Fortbildungsabschlüsse sowie eine Zusatzqualifikation für Auszubildende, unabhängig des ursprünglich erlernten Berufs. Denn die Zukunftstechnologie von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen stoppt vor keinem Fachbereich und findet überall Anwendungsmöglichkeiten.

Um Talenten bereits in der Ausbildung eine Entwicklungsmöglichkeit und Perspektive im Unternehmen zu bieten und sich somit von anderen Ausbildungsbetrieben abzuheben, kann diese Zusatzqualifikation eine Möglichkeit bieten; um schon junge Talente für das eigene Unternehmen zu begeistern.

Der Bildungsabschluss der geprüften Berufsspezialistin beziehungsweise des geprüften Berufsspezialisten bildet Menschen fort, welche sich über deren Fachbereich hinaus für die Themenwelt von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen entwickeln möchten. Hier werden nicht nur Grundsteine zum Verständnis von Künstlicher Intelligenz gelegt, sondern auch Kompetenzen zu Datenmanagement und Datenanalyse sowie Arbeitsmethoden im Bereich von Innovation und Change Management erarbeitet. Diese Personen können sich auf operativer Ebene in Prozesse und Projekte einbringen, die das Ziel haben Anwendungsmöglichkeiten von KI und Maschinellem Lernen zu etablieren. Dabei wird vor allem Wert auf die Interdisziplinarität solcher Projektteams gelegt, sodass die jeweiligen Rollen und Aufgaben in crossfunktionalen Teams verstanden werden.

Die Absolventen des Fortbildungsabschlusses des Bachelor Professionals bilden sich über deren generischen Fachbereich hinaus fort. Sie erlernen wie die Berufsspezialisten neben den Grundsteinen von KI und Maschinellem Lernen, Datenmanagement-/Datenanalysekompetenzen auch verschiedene Methoden zur Führung von interdisziplinären Teams, deren Organisation sowie Arbeitsrechtliche Aspekte. Dabei darf die Wirtschaftlichkeit solcher KI-Projekte natürlich nicht vernachlässigt werden, weshalb zudem BWL- wie VWL-Themen behandelt werden.

Für Auszubildende

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Das InnoVET-Projekt KI B³ entwickelt eine Zusatzqualifikation für Auszubildende aller Fachrichtungen zu dem Thema Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen. Die Auszubildenden erlernen Grundlagen und Basiswissen zum Thema Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen.

Hierbei werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Grundbegriffe der Künstlichen Intelligenz
  • Datenanalyse und Maschinelles Lernen
  • Umgang mit Daten
  • Chancen & Risiken der Künstlichen Intelligenz

Die KI-Inhalte werden mit Hilfe einer Lernsoftware auf individuellen Lernpfaden erarbeitet und das Lernen wird aktiv durch einen Chatbot unterstützt.

Zielgruppe:
Die Zusatzqualifikation richtet sich an Auszubildende aller Fachrichtungen.
Sie sind Auszubildende oder Auszubildender in einem gewerblich-technischen oder kaufmännischen Ausbildungsberuf?
Sie nehmen Ihre Zukunft gerne selbst in die Hand und wollen sich auf das kommende Berufsleben bestmöglich vorbereiten sowie von der Masse abheben?
Sie lernen in der Zusatzqualifikation alle wichtigen Grundlagen zu Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen. Ihre Fachrichtung ist dabei zweitrangig, es werden auch keine Programmierkenntnisse vorausgesetzt, hier zählt Ihr persönlicher Einsatz und Ihre Zukunftsvision!

Umfang und Dauer:
Die Zusatzqualifikation für Auszubildende erstreckt sich über 100 Lerneinheiten à 45 Minuten, diese teilen sich auf einen Zeitraum von rund 9 Monaten auf.

Für Fach- und Führungskräfte

Das InnoVET Projekt KI B³ entwickelt neben einer Zusatzqualifikation für Auszubildende zwei weiterführende Fortbildungsabschlüsse auf dem Niveau eines geprüften Berufsspezialisten oder einer geprüften Berufsspezialistin sowie eines Bachelor Professionals.

Aber wie unterschieden sich diese beiden Fortbildungsabschlüsse?
Grundsätzlich lassen sich die beiden Fortbildungsabschlüsse unterschiedlichen Niveau-Stufen zuordnen. Der geprüfte Berufsspezialist lässt sich der Fortbildungsstufe I zuordnen, beziehungsweise der DQR-Stufe 5. Ein Bachelor Professional lässt sich der Fortbildungsstufe II zuordnen, beziehungsweise der DQR-Stufe 6.
Mehr über Fortbildungsstufen oder Zuordnungen des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) erfahren Sie auf der Sie auf der gemeinsamen Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Für Berufsspezialisten für KI

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Die geprüfte Berufsspezialistin oder der geprüfte Berufsspezialist für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen (IHK)
Ziel des Fortbildungsabschlusses zur geprüften Berufsspezialistin oder zum geprüften Berufsspezialisten ist es, eine berufliche Handlungskompetenz auszubauen, um zielgerichtete digitalisierte sowie datenbasierte und interdisziplinäre Prozesse und mögliche Einsatzbereiche von KI und Maschinellem Lernen zu erkennen, zu beurteilen und Analyseergebnisse präsentieren zu können. Des Weiteren wird diese Person befähigt die digitale Transformation im Unternehmen voranzutreiben.

Die folgenden sechs Punkte, sollen ein konkretes Zielbild der Kompetenzen veranschaulichen:

  1. Erkennen von Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz und Maschinellen Lernens,
  2. Erkennen, Bewerten, Clustern, Auswerten und Interpretieren von Daten als Ressource,
  3. Beurteilen unternehmensindividueller (datenbasierter) Handlungsstrategien und deren ergebnisorientiertes Anwenden unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, rechtlicher, ökologischer und sozialer Aspekte,
  4. adressatengerechtes Kommunizieren,
  5. Mitwirken bei der Gestaltung und Umsetzung von KI-Strategien/Prozessen/Projekten und Anleiten von interdisziplinären Projektteams in den Handlungsfeldern Entwicklung, Transformation und Digitalisierung,
  6. selbstständiges und eigenverantwortliches Wahrnehmen von fachlichen Aufgaben im Prozess der Leistungserstellung KI-bezogener marktrelevanter Produkte und Dienstleistungen.

Umfang und Dauer:
Die Fortbildungsdauer umfasst rund 400 Lerneinheiten à 60 Minuten, diese erstrecken sich über einen Zeitraum von 12 bis 15 Monaten.

Für Bachelor Professional in KI

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Bachelor Professional in Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen (IHK)
Ziel des Fortbildungsabschlusses zum Bachelor Professional ist die Befähigung, mit der erforderlichen unternehmerischen Handlungskompetenz zielgerichtet dynamische, digitale, datenbasierte und interdisziplinäre Unternehmensprozesse hinsichtlich Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen zu identifizieren, zu planen, zu gestalten, zu implementieren und zu sichern.
Ebenso soll die Person Fähigkeiten und Kompetenzen zur innovativen Lösungsentwicklung, Gestaltung von datenbasierten Prozessen und Prozesse zur digitalen Transformation entwickeln.
Sollen Kompetenzen vermittelt werden, um in Unternehmen unterschiedlicher Größe sowie in verschiedenen Bereichen und Tätigkeitsfeldern eines Unternehmens Fach- und Führungsfunktionen zu übernehmen.

Die folgenden neun Punkte, sollen ein konkretes Zielbild der Kompetenzen veranschaulichen:

  1. Erkennen von Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen,
  2. Erkennen von Daten als Ressource sowie deren Bewertung, das Clustern, das Auswerten und Interpretieren,
  3. Beurteilen und Entscheiden der Verfolgung und Umsetzen von Unternehmens-/ Handlungsstrategien unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, rechtlicher, ökologischer und sozialer Aspekte auf Basis analysierter, ausgewerteter und interpretierter Daten,
  4. Organisieren, Koordinieren, Gestalten, Anwenden und Leiten von KI-Prozessen und KI-Projekten in den Handlungsfeldern Entwicklung, Transformation und Digitalisierung sowie Weiterentwickeln, Realisieren und Auswerten von neuen (KI-) Lösungen,
  5. Entscheiden für individuell optimierte Handlungsstrategien,
  6. deren adressatengerechtes Kommunizieren,
  7. selbstständiges und eigenverantwortliches Wahrnehmen von fachlichen (Führungs-) Aufgaben im Prozess der Leistungserstellung KI-bezogener Produkte und Dienstleistungen,
  8. die Skalierung von (KI-)Projekten,
  9. personelles Organisieren, Koordinieren und Führen von interdisziplinären und agilen Projektteams.

Umfang und Dauer:
Die Fortbildungsdauer umfasst rund 1.200 Lerneinheiten à 60 Minuten, diese erstrecken sich über einen Zeitraum von rund 15 bis 20 Monaten.